Neuigkeiten

23.08.2017, 12:56 Uhr | Rudolf Götz
Bornhausen braucht Lösungen

Die CDU/FDP-Gruppe traf sich diesmal zur Sitzung im Schützenhaus Bornhausen. Vor der Sitzung fanden Ortstermine an verschiedenen Schadensstellen im Bereich der Feldmark und der Ortslage statt. Von der Feldmarkinteressentschaft erläuterte Kai-Uwe Menge die aufgetretenen Schäden in der Feldflur und an den Brücken im Verlauf der Schildau. Gerade an diesen Stellen konnte verdeutlicht werden, welche ungeheure Kraft die Wassermassen der Schildau entwickeln können.

Foto: Christiane Raczek
Bornhausen -

Zurzeit wird davon ausgegangen, dass die Schäden im Rahmen der Regulierung durch das Land Niedersachsen aufgenommen wurden und ein entsprechender Ausgleich erfolgen wird. Das Problem zurzeit ist, dass die Brücken schnell errichtet werden müssen, damit die Feldmark erreichbar bleibt. Bei der Neukonstruktion sollte beachtet werden, dass die Brückenquerschnitte kein Hindernis bilden, sondern auch bei Hochwasser reibungslosen Durchlass ermöglichen. Im Dorfbereich wurden an verschiedenen Stellen von Falko Frank und Herbert Baxmann die Schäden und ihre Ursachen erläutert. Überall an den Häusern sind noch jetzt die Höchststände der Wassermassen erkennbar und nachvollziehbar. Bei der anschließenden Zusammenkunft im Schützenhaus erläuterte Werner Feldmann anhand von Fotos und Videos die Situation während der Überflutung. Hierdurch war es allen Anwesenden noch einmal möglich, zusammengefasst zu erfahren, was in Bornhausen am 26./27.07.2017 passierte.

Dazu der Vorsitzende der CDU/FDP-Gruppe Rudolf Götz: „Um solch ein Hochwasser zu verhindern muss jetzt schnell das Planfeststellungsverfahren Talsperre Bornhausen abgeschlossen werden. Danach haben alle politisch relevanten Kräfte mitzuwirken, damit es schnell zu den entsprechenden Baumaßnahmen kommt.“

An diesem Samstag wird der Arbeitskreis Hochwasser der CDU/FDP-Gruppe von 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr eine gezielte Ortsbegehung durchführen. Anlieger haben dann Zeit und Möglichkeit vor Ort ihre Situation zu schildern.

Nach den bisherigen Schätzungen der Stadt Seesen sind alleine bei der Infrastruktur Schäden in Höhe von 4 Mio. Euro entstanden. Dazu zählen Straßen und Brücken aber auch der Kindergarten in Rhüden. Gemeinsam mit der Verwaltung ist es jetzt Aufgabe der Politik bei der Reparatur die Weichen so zu stellen, dass durch ein Bündel von Baumaßnahmen die gemachten Erfahrungen mit den Höchstwasserständen entsprechend einfließen. Dazu gehört auch die Verlegung des Kindergartens in Rhüden auf sicheres Gelände.

Da die Nachfrage nach Bauplätzen in Seesen insgesamt ansteigt, wurde von der Verwaltung eine Veränderung des Bebauungsplanes „Spottbergsgrund“ und anliegender Bereich vorgelegt. Danach ist es möglich, insgesamt 8 neue Bauplätze an der Straße „Am Spottberg“ zu erschließen. Die CDU/FDP-Gruppe begrüßt diesen Vorschlag, führt dies doch zu einer Verdichtung an bereits erschlossenen Straßen. Insgesamt ist dieser gewachsene Siedlungsbereich eine attraktive Wohnlage.

Des Weiteren werden Bebauungspläne in Münchehof (Rottland und Im Weidenkamp II) so geändert, dass nicht mehr benötigte Spielplätze aufgehoben werden. Auch hier ist teilweise eine Bebauung möglich.

Auch in Mechtshausen wird „Am Hebersfeld“ ein Spielplatz nicht mehr benötigt. Ob hier eine Bebauung möglich ist, muss noch in den entsprechenden Gremien geklärt werden.

Der Haushaltsausschuss der Stadt Seesen wird sich mit dem Halbjahresbericht für den Haushalt 2017 befassen. Nach diesem Zwischenstand liegt man in dem vom Rat beschlossenen Plan. Somit ist davon auszugehen, dass das Haushaltsziel erreicht wird. Mit dem Halbjahresbericht wird dem Rat der Stadt Seesen ein Instrument an die Hand gegeben, um die Liquidität frühzeitig zu prüfen.

aktualisiert von Gerrit Lober, 23.08.2017, 12:58 Uhr