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01.11.2017, 13:14 Uhr | Rudolf Götz
Leipzigfahrt der CDU Seesen

Ziel der diesjährigen Tagesfahrt des CDU Stadtverbandes Seesen war die wieder erstarkte Wirtschaftsmetropole in Mitteldeutschland. Die Anfahrt über die Goldene Aue am Kyffhäuser Richtung Leipzig wurde durch ein reichhaltiges Frühfrücksbuffet unterbrochen. Für viele war es das erste Mal, die Ortsumgehung Bad Lauterberg (B243 – Landesgrenze Thüringen) genießen zu können.

Foto: Christiane Raczek

Der erste Weg in Leipzig ging zum immer noch gewaltigen Zentralbahnhof. Dieser klassische Kopfbahnhof ist nach seinem Umbau zu einem Einkaufszentrum mutiert, ohne seinen baulichen Charakter zu verlieren. Für die Eisenbahnbegeisterten unter den Teilnehmern Anlass genug, die Eisenbahngeschichte Revue passieren zu lassen. Mit der ICE-Anbindung, auch bei der ab Dezember befahrbaren Trasse, Berlin – Erfurt – Nürnberg – München, behält die Stadt ihre Funktion als wichtiger Schienenknoten.

Bei dem anschließenden Weg über den Ring zur Innenstadt hatten alle die Bilder von der friedlichen Revolution im November 1989 vor Augen. Der Kirchenvorplatz der Nikolaikirche vermittelte zusätzlich die immer noch anrührenden Szenen von damals. Auf dem Augustusplatz, vor der Oper der Stadt, konnte man den Neuaufbau der Universität mit dem Campus bewundern. Die Sprengung der unversehrten Universitätskirche (Paulinerkirche) in 1968 ist auch heute noch eine Mahnung für alle, welche Auswüchse Ideologien haben können. Neben der Verfolgung von Menschen, mit dem Ziel eine neue Gesellschaft zu schaffen, wollte das damalige Regime der DDR, durch Sprengungen die Geschichte einer Stadt in großen Teilen tilgen.

Bei dem anschließenden Rundgang durch die Mädler-Passage (Auerbachs Keller) war für alle die Pracht und Entfaltungsmöglichkeit der alten Messestadt spürbar. Hier und auch an anderen Stellen hat der allseits bekannte Bauunternehmer Jürgen Schneider seine Handschrift hinterlassen. Auch das Hotel „Fürstenhof“ gegenüber dem Brühl erstrahlt im alten Glanz.

Auf dem Rathausplatz ist das geschäftige Leben dieser Stadt spürbar. Die neue unterirdische Nord-Süd S-Bahn mit seiner gewaltigen Haltestelle unter diesem Areal konnte von allen bestaunt werden. Eindrucksvoll für alle war das Neue Rathaus (seit 1905 Sitz der Stadtverwaltung). Immer noch eines der größten Rathäuser in Mitteleuropa.

Ein weiteres Ziel war das Völkerschlachtdenkmal an der Stadtgrenze in Richtung Süden der Stadt. Das gewaltige Denkmal, das 1913 zum Gedenken an die Völkerschlacht von 1813 errichtet wurde, ist durch umfangreiche Baumaßnahmen erneuert. Weithin sichtbar auch eine Mahnung für alle, sich für einen dauerhaften Frieden in Europa einzusetzen. Sehr gut klappte das Mittagessen im nostalgischen DDR-Ambiente des dortigen Parkrestaurants.

Für viele Teilnehmer war es nach langer Zeit wieder die Möglichkeit des Kennenlernens dieser Metropole im Herzen Mitteldeutschlands. Es entstand auch der Eindruck, dass die Messestadt Leipzig die Partnerstadt Hannover ein wenig überholt hat. Hier blühen die Landschaften, wie es Helmut Kohl versprochen hatte.

Nach einer kleinen Stadtrundfahrt wurde die Heimreise angetreten. Stadtverbandsvorsitzende Sabine Wendt und Reiseleiter Rudolf Götz versprachen im nächsten Jahr wieder die traditionelle Tagesfahrt der CDU zu organisieren.

Mittlerweile ist Leipzig mit dem PKW über Nordhausen in 2 Stunden ohne Stress zu erreichen. Für die Seesener durchaus auch die Möglichkeit eine Einkaufsfahrt dorthin ins Auge zu fassen. Kaum eine Großstadt in Deutschland kann auf engstem Raum so viele Highlights bieten.

aktualisiert von Gerrit Lober, 05.11.2017, 13:16 Uhr