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14.11.2017, 11:25 Uhr
CDU/FDP-Gruppe besucht Freie Christengemeinde Seesen

Zu den für Seesen interessanten Einrichtungen gehört auch die Freie Christengemeinde in der „Alten Linnenschule“. Pastor Alexander Bischoff lies es sich nicht nehmen, die Arbeit der Gemeinde vorzustellen.

Danach besteht diese seit mehr als 50 Jahren. Gegründet wurde sie zunächst in Bornum und dann in Seesen von Vertriebenen aus Schlesien. Durch den Kauf der Linnenschule von der Stadt Seesen hat man ein Gebäude übernommen, das für die Gemeinde eine große Herausforderung darstellt. Durch Umstrukturierung gelang es, die Unterhaltung abzusichern. So können die vielen Räume sinnvoll genutzt werden. Neben dem Gottesdienstraum vermietet man Räume an die Deutsche Angestellten Akademie, die Kurse für Flüchtlinge durchführt. Seit dem 01.07.2017 hat man ein Café eröffnet, dass sehr stark frequentiert wird. Weitere Aufgaben sind die Hausaufgabenbetreuung, ein eigenes Sozialwerk sowie eine gut angenommene Kleiderkammer.

Da zu den Gottesdiensten im Durchschnitt 70 – 100 Personen kommen, hat sich die Gemeinde vorgenommen, auf dem früheren Pausenhof einen neuen Gottesdienstraum zu errichten. Für die Zukunft ist auch ein behindertengerechter Aufzug am Altgebäude geplant. Die Freie evangelische Gemeinde bildet auch angehende Pastöre aus und wird bei den vielfältigen Arbeiten durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder getragen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Freie Christengemeinde in der Stadt Seesen durch ihr starkes Engagement sehr viel für die Integration der Flüchtlinge leistet. Ihr gesamtes soziales Wirken, gerade auch für die benachteiligten Gruppen unserer Gesellschaft, verdient Anerkennung.

Gruppenvorsitzender Rudolf Götz konnte aus der Sitzung des Haushaltsausschusses des Rates erfreuliches berichten. Danach wird der Haushalt von der Verwaltung rechtzeitig vorgelegt, so dass mit einer Verabschiedung noch im Dezember gerechnet werden kann. Nach den bisher vorliegenden Informationen geht man von einer Steigerung der Gewerbesteuereinnahmen in 2018 und von einer auskömmlichen Finanzzuweisung des Landes aus. Auch in der Rücklage befinden sich genügend Reserven, um wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Wenn auch die Beratungszeit relativ kurz ist, sollten die Gremien des Rates in der Lage sein, durch intensive und schnelle Arbeit den Haushalt auf den Weg zu bringen.

Mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan „Am Schützenplatz“ wird eine Überplanung dieses Geländes ermöglicht. Danach soll mit einem städtebaulichen Vertrag einem Investor die Möglichkeit gegeben werden, auf seine Kosten Planung und Erschließung durchzuführen. Dieser Beschluss bezieht sich nur auf die Grünfläche östlich der Straße „An der Masch“ und nicht auf das Schützenplatzareal westlich dieser Straße. Mit dieser Freigabe für eine mögliche gewerbliche Bebauung soll die Kernstadt gestärkt werden, verbunden mit dem Ziel, auch in Zukunft die Überregionalität von Seesen zu gewährleisten. Ohne den Mut zu Veränderungen besteht sonst die Gefahr, irgendwann den Anschluss zu verlieren.

aktualisiert von Gerrit Lober, 14.11.2017, 11:28 Uhr