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28.11.2017, 12:56 Uhr | Rudolf Götz
CDU/FDP-Gruppe: Darf sich Seesen Investitionen verschließen?

Wir müssen auch in der Lage sein, die Interessen unserer Jugend zu berücksichtigen!

Die Gremien der Stadt Seesen haben beschlossen, Flächen neben dem Schützenplatz für die Ansiedlung einer Fast-Food-Kette zur Verfügung zu stellen. Dem Ansinnen der Investoren war eine umfangreiche Suche von geeigneten Standorten entlang der B248 (Ortseingang Seesen, Bornhäuser Straße) vorausgegangen. Sie sollten dem Ortskern möglichst nah und gleichzeitig überregional gut erreichbar sein. Zum Schluss blieb nur das allseits bekannte Areal an der Schützenallee und dem Zubringer übrig.

Zu oft wurde der Seesener Politik vorgeworfen, sich erfolgversprechenden Ansiedlungen zu verweigern. Es besteht ein großer Wunsch, gerade der Seesener Jugend, mehr Ausgehmöglichkeiten in ihrer Stadt zu haben. Dazu zählt, auch wenn einige Argumente dagegen sprechen, nun einmal ein großer Player auf dem Markt der Fast-Food-Ernährung. Wir müssen auch in der Lage sein, die Interessen unserer Jugend zu berücksichtigen!

Was ist bisher passiert? Die Stadt will dieses zugegeben attraktive Gelände für eine Ansiedlung freigeben. Die Wallanlagen und die Zuwegung an der Seckau bleiben in der Hand der Stadt. Die Investorengruppe ist nun aufgefordert, auf ihre Kosten, eine Planung vorzulegen. Diese muss sich an den örtlichen Gegebenheiten orientieren, Belange des Denkmalschutzes sind zu beachten, die Zuwegung sollte möglichst über die Bundesstraße abgewickelt werden. Gerade die Gestaltung der Gebäude wird bei der Genehmigung durch den Rat eine große Rolle spielen. Die Zeiten, da sich derartige Ketten durch schlechte Gestaltung präsentierten, sind aber vorbei. Zur Kundenorientierung gehört ein ansprechendes Ambiente.

Selten hat ein Projekt in Seesen so viel öffentliche Erregung erzeugt. Die vorgebrachten schlüssigen Argumente werden bei der Projektumsetzung beachtet. Entscheidend für eine Akzeptanz sind die vorzulegenden Pläne durch die Architekten und Planer. Es muss ein Mehrwert für Seesen entstehen!

aktualisiert von Gerrit Lober, 28.11.2017, 12:58 Uhr