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17.01.2017, 08:49 Uhr | Rudolf Götz
Leistungsfähigkeit der Stadt Seesen durch Jahresabschlüsse bestätigt

Durch die Umstellung der Haushalte auf die Doppik werden nunmehr erst jetzt die Jahresabschlüsse 2013, 2014 und 2015 zur Beschlussfähigkeit vorgelegt. Der Rat der Stadt Seesen wird sich am 25. Januar 2017 mit den entsprechenden Vorlagen befassen.

Charakteristisch für die Abschlüsse war, dass jeweils, anders als es die Haushaltpläne ausgesagt haben, Jahresüberschüsse erwirtschaftet werden konnten. Hierbei handelt es sich um Geld, dass nicht ausgegeben wurde, sei es weil Maßnahmen nicht zu Ende geführt wurden oder aber durch sparsame Haushaltsführung sowie durch unerwartete Finanzzuweisungen erwirtschaftet werden konnten.

So wurde 2013 im Jahresergebnis 1,37 Mio. Euro, in 2014 ca. 600.000 Euro und 2015 ca. 3 Mio. Euro erwirtschaftet. Dies führte dazu, dass am Ende des Jahres 2015 die Stadt Seesen über einen Kassenbestand oder besser gesagt einen Endbestand an Zahlungsmitteln von ca. 4,6 Mio. Euro hatte. Resultat: Die Stadt Seesen verfügte in den zurückliegenden Jahren über genügend liquide Mittel, so dass nur kurzzeitig Kassenkredite in Anspruch genommen werden mussten. Beispielsweise 2015 beliefen sich hierfür die Zinsausgaben auf 229,44 Euro. Sicherlich ein zu vernachlässigender Betrag.

Für 2015 ist auffällig, dass die Gewerbesteuer um 460.000 Euro höher ausfiel als im Haushalt vorgesehen. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer erhöhte sich um 174.000 Euro und ebenfalls bei der Umsatzsteuer um 223.000 Euro. Dies war die Hauptursache für die erfreuliche Entwicklung der liquiden Mittel der Stadt. Auch die Schlüsselzuweisungen des Landes erhöhten sich um 200.000 Euro. Somit ergab sich ein Überschuss in 2015 von 1,1 Mio. Euro. Wenn man sich zurück erinnert, hatte der Bürgermeister im Frühsommer 2015 zunächst auf wegbrechende Einnahmen, gerade bei der Gewerbesteuer, hingewiesen. Die aufgezeigten erfreulichen Entwicklungen, neben einer verfügten sparsamen Bewirtschaftung, führten schlussendlich zu den geschilderten Zahlen.

Interessant ist auch ein Blick auf die Entwicklung aller Schulden der Stadt Seesen. So konnten sie bspw. von 2014 auf 2015 um ca. 800.000 Euro verringert werden.

Gerade bei dem Schuldenstand ist es notwendig, sich mit den Niedersächsischen Gemeinden zu vergleichen. Danach war theoretisch jeder Einwohner Niedersachsens mit 469 Euro durch seine Gemeinden verschuldet. In Seesen lag dieser Betrag bei 501 Euro. Somit etwas höher als im Landesvergleich.

Aus den vorgelegten Zahlen ist zu erkennen, dass die Stadt Seesen trotz der umfangreichen Investitionen für die Stadtsanierung, den Schulen, den Kindergärten, den Neubaustraßen, den Feuerwehren usw. in der Lage ist, die wichtigen Infrastrukturmaßnahmen zu schultern.

Die CDU/FDP-Gruppe wird die Jahresergebnisse entsprechend der Vorlage des Rechnungsprüfungsamtes bestätigen. Allen Jahresabschlüssen wurde die Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung attestiert. Die tatsächliche Vermögens-, Ertrags-, und Finanzlage wurde richtig dargestellt.

Dazu Rudolf Götz: „Mit den vorgelegten Zahlenwerken wurde die erfolgreiche Arbeit der Verwaltung und des Rates der Stadt Seesen dokumentiert. Ganz besonderer Dank gilt dafür Bürgermeister Erik Homann, seiner Kämmerei und den Mitarbeiter/innen im Rathaus.

aktualisiert von Gerrit Lober, 17.01.2017, 08:52 Uhr