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12.06.2018, 19:52 Uhr | Rudolf Götz
Exkursion der CDU-Fraktion im Regionalverband Braunschweig
 

Nicht nur in Seesen, sondern in vielen Gebieten der Region Braunschweig, gehen die Wogen hoch. Zumindestens sechs Standorte für den Vorrang Windenergie sind umstritten. Dazu zählt auch im Landkreis Goslar das Gebiet GS Seesen Bornhausen 01 und GS Liebenburg Ostharingen 01.

Am letzten Sonntag begab sich nun die Fraktion auf Fahrt. Erster Anlaufpunkt war das Gebiet zwischen den Ortsteilen Mechtshausen, Bornhausen, Bilderlahe und der Kernstadt Seesen. Von der Verwaltung des Regionalverbandes waren der Verbandsdirektor Hennig Brandes und die Erste Verbandsrätin Manuela Hahn vertreten. Nach den Ausführungen durch die Verwaltung erläuterte der örtliche Verbandsabgeordnete Rudolf Götz die großen Bedenken der BI Bornhausen. Danach stört man sich in Seesen vor allem daran, dass das Landschaftsbild im nördlichen Harzvorraum zerstört wird. Auch die angrenzenden FFH-Gebiete fanden bislang keine Berücksichtigung. Die Stadt Seesen selbst fühlt sich bei eventuellen Planungen von Industrie und Gewerbegebieten sehr eingeschränkt. Grenzen doch die südlichen Ausläufer der Vorbehaltsfläche ziemlich dicht an die Kirschenallee nach Bilderlahe.

Bei der Entwicklung der Windenergieflächen im Harzvorraum ging man früher von einem Schonbereich von 10 km aus. Dies wurde vor einigen Jahren durch eine politische Intervention auf Veranlassung des damaligen Landrates Stephan Manke und der Unterbezirksvorsitzenden der SPD Petra Emmerich-Kopatsch, MdL geändert. Man wollte damals mehr Windenergie im Landkreis Goslar ermöglichen. Dies war nur durch Veränderung des Schonbereiches von 10 km auf 5 km zu schaffen. Ging es doch damals darum, eine Energieeffizienzregion Harz auf den Weg zu bringen. Dazu gehörten auch utopische Vorhaben, wie ein unterirdisches Pumpspeicherkraftwerk in Bad Grund.

Mit diesen Einflussnahmen auf den Regionalverband war es nun möglich, in Bornhausen und Ostharingen Vorrangflächen auszuweisen. Mit den Folgen haben sich nun die Bürgerinnen und Bürger und die Kommunen vor Ort auseinanderzusetzen. Rudolf Götz gab seinen Verbandskollegen mit auf den Weg, gerade Seesen aber auch Ostharingen zu überdenken.

Neue Überlegungen müssten auch deshalb greifen, weil mittlerweile die Windanlagen immer höher und landschaftsbildzerstörender werden. Für Seesen wäre zu erwarten, dass ähnliche Ungetüme, wie bereits in Oldenrode/Düderode gebaut, entstehen. Vor einigen Jahren war es noch jenseits der Vorstellungen, dass einmal derartige Anlage gebaut werden können. Keiner weiß, wo die Entwicklung hingehen wird.

aktualisiert von Gerrit Lober, 12.06.2018, 19:54 Uhr