Archiv

04.03.2015, 16:31 Uhr | Rudolf Götz, Vorsitzender CDU/FDP-Gruppe
VfL-Platz wird verkauft
Die CDU/FDP-Gruppe traf sich zur Vorbereitung der anstehenden Verwaltungsausschusssitzung und Ratssitzung im AKIT in der Hochstraße in Seesen. Dies ist der Arbeitskreis Integrations-Treff, der von der Stadt Seesen und der Wiederaufbau gefördert wird.
Die Leiterin der Integrationseinrichtung, Frau Ludmilla Heilmann, sprach die aktuellen Maßnahmen an. Danach werden verstärkt Deutschsprachkurse für Ausländer ohne Vorkenntnisse angeboten. Ziel ist es, die Niveaustufe B zu erreichen. Verstärkt kümmert man sich um Familien, aus Syrien und Afghanistan, die im Stadtgebiet wohnen. Ludmilla Heilmann sieht nur über die Sprache die Möglichkeit zu kommunizieren und auf diesem Wege sich zu integrieren. In den Räumen werden auch Sprachkurse angeboten, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert werden. Hier bestehen jedoch erhebliche bürokratische Hemmnisse. Es dauert einfach zu lange, bis es zu den erforderlichen Sprachkursen kommt. Im Integrations-Treff kommen einmal im Monat die Spätaussiedler zusammen. An dieser Veranstaltung nehmen regelmäßig ca. 30 Personen teil. Jedes Jahr präsentiert sich der AKIT auch auf dem Weihnachtsmarkt in Seesen. Es werden auch Kinderspielnachmittage angeboten und Patenprojekte unterstützt.

Der Vorsitzende Rudolf Götz bedanke sich für die gute Arbeit. Die CDU/FDP-Gruppe sieht sich darin bestätigt, diese Einrichtung zu unterstützen. Hier wird gute Integrationsarbeit geleistet. Dies geschieht nicht nur hauptamtlich, sondern auch viele Ehrenamtliche unterstützen diese Arbeit. 

Bekannterweise gehört das Areal des ehemaligen VfL-Sportplatzes an der Kurparkstraße der Stadt Seesen. Nunmehr hat sich ein Investor gemeldet, der sich für das Gelände interessiert. Er beabsichtigt dort ein Altenheim zu errichten. Dieses soll ca. 90 Alten- und Pflegeplätze aufweisen. Für die Stadt Seesen ist der Verkauf besonders interessant, da hier auch Arbeitsplätze geschaffen werden. Die bisher vorgestellten Baupläne passen sich der umliegenden Bebauung an. Dies ist aus den Höhenlinien und der Geschossigkeit der Pläne zu entnehmen.

Beim Abriss der Sportgebäude und den anschließenden Bodenuntersuchungen wurde festgestellt, dass in früheren Jahren belastete Böden auf das Areal eingebracht wurden. Im Rahmen des Verkaufsvertrages soll geregelt werden, dass die Entsorgung durch den Käufer übernommen wird. Die endgültige Entscheidung wird am 11.03.2015 der Rat in seiner öffentlichen Sitzung treffen.

Durch den Verkauf des Grundstückes wird dem Investor die Möglichkeit gegeben, entsprechend zu planen, um die erforderliche Baugenehmigung durch den Landkreis Goslar zu erhalten.

Für die CDU/FDP-Gruppe wäre mit dem Verkauf und anschließender Bebauung ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Attraktivität der Stadt geleistet. Für Seesen geht man von der Annahme aus, dass weitere Altenheimplätze benötigt werden. Ein Drittel der Plätze sollen Spezialpflegeplätze sein, für die es Bedarf gibt. Es geht hier um Nachsorge nach Klinikaufenthalten und die Betreuung von MS-Patienten.

Bei dem Verkaufspreis geht man von einer Bewertung aus, die ausgerichtet ist an den Maßstäben für Gewerbeansiedlungen. Auch die Altlasten finden hierbei Berücksichtigung.


In der anstehenden Sitzung des Wirtschaftsausschusses wird es um die zukünftige Entwicklung der Gewerbegebiete in Seesen gehen. Die Stadt hat hier verschiedene Optionen und Möglichkeiten aufgeführt. Diese werden diskutiert, um dann die entsprechenden Weichen zu stellen. Es soll zunächst abgewartet werden, wie die Diskussion im Ausschuss läuft.

Die Stadt Seesen soll sich der „Initiative Harz“ zum Ausbau eines vierspurigen Straßenringes rund um den gesamten Harz aussprechen. Danach soll der vierspurige Weiterbau der B243n von Niedersachsen nach Nordhausen weiterverfolgt werden. Ein Lückenschluss der B6 zur Vierspurigkeit zwischen Goslar und Salzgitter ist demnach einzufordern. Außerdem die Verlängerung der Autobahn 71 zur Autobahn 14 bei Sangerhausen. Für die Belange der Stadt Seesen wird gefordert, dass auch die B82 zwischen Rhüden und Langelsheim ausgebaut wird. Hier ist eine „2 plus 1 Lösung“ (Streckenführung) ausreichend. Die Ortsdurchfahrt Seesen leidet sehr unter dem zunehmenden Schwerlastverkehr. Eine Entlastung kann nur durch die B82 geschehen. Selbstverständlich ist zu beachten, dass hier sehr stark die Belange der Landwirtschaft betroffen sind. Auf diese muss Rücksicht genommen werden.

Zur Gestaltung der Seesener Innenstadt hat sich eine lebhafte Diskussion entwickelt. Nach knapp 30 Jahren ist in diesem Kernbereich unserer Stadt eine umfassende Erneuerung notwendig.  Alle Untersuchungen haben ergeben, dass eine gesamte Neupflasterung die wirtschaftlichste Lösung ist.  Gerade das Natursteinpflaster ist abgängig und erneuerungsbedürftig. Die Baumeinfassungen waren schon immer unbeliebt bei den Einparkmanövern. Die leichten Blechblessuren hierbei sind mittlerweile Legende. Allein schon diese Veränderungen beseitigen ein großes Ärgernis. Es hat sich leider herausgestellt, dass in Innenstadtbereichen Bäume keine große Lebensdauer haben, bzw. bei falscher Auswahl Kanalisations- und Versorgungsleitungen zerstört werden.

Es ist immer ein schwieriger Schritt, sich von lieb gewonnenen Straßenbildern zu verabschieden. Der Umbau der Poststraße zeigt aber, dass eine neue Gestaltung ihre Vorzüge hat. In einiger Zeit wird Seesen wieder gut gestaltete, funktionell hervorragende Straßenzüge haben.

aktualisiert von Antonio Mateo, 13.02.2018, 13:05 Uhr